Das Schöne Bild der Stadt

Charakteristisch für das Lübecker Stadtbild sind die sogenannten Rippenstraßen, die vom Mittelpunkt der Stadt um den Marktplatz, das Rathaus und die Marienkirche hinab zum Wasser führen, das die Altstadtinsel umgibt. Sie sind parallel zueinander – wie Rippen – angeordnet. Ihre Namen sind jahrhundertealt und verweisen auf die oft auf die Handwerker, die sich dort im Mittelalter angesiedelt hatten, wie die Fleischhauerstraße oder die Glockengießerstraße. In diesen Straßen stehen fast alle Häuser unter Denkmalschutz. Doch eine museale Atmosphäre herrscht hier nicht vor. Im Gegenteil: Die einzigartige Architektur lockt Geschäftstreibende und Besucher. Hier pulsiert das Stadtleben mit vielen kleinen attraktiven Geschäften und Cafés – ein lebendiges Gegengewicht zum austauschbaren Erscheinungsbild vieler Stadtzentren mit seinen Geschäftsketten. Der Erhalt dieser Straßenzüge ist aufwendig, und die Possehl-Stiftung unterstützt die denkmalgerechte Sanierung der historischen Bausubstanz


Sanierung des Füchtingshofes

Sanierung des Füchtingshofes

Zu den sozialen Einrichtungen Lübecks gehören die vielen Stiftshöfe, Armen- und Elendshäuser, deren Entstehung in das Mittelalter zurückreicht. Sie alle wurden aus den Stiftungen wohlhabender Bürger finanziert.

Lübecks prächtigster und größter Stiftungshof ist der Füchtingshof: Ratsherr Johann Füchting stiftete ihn 1639. Der gartenartige Innenhof mit den zwei- und dreigeschossigen Hausreihen bietet mitten im Stadtzentrum eine Welt für sich. Die Wohnanlage wird nach wie vor satzungsgemäß an alleinstehende, bedürftige Damen vermietet. Aus Satzungsgründen wird das Mietniveau unter dem des sozialen Wohnungsbaus gehalten.

Die Possehl-Stiftung die Sanierung der historisch bedeutsamen Anlage gefördert.


Sanierung des Hauses Dr.-Julius-Leber-Str. 21

Sanierung des Hauses Dr.-Julius-Leber-Str. 21

Seit 1261 führt diese Straße zum geografischen Mittelpunkt der Stadt. Am topographisch höchsten Punkt des Hügels der Lübecker Altstadtinsel hatten Lübecker Kaufleute im Mittelalter die Marienkirche errichtet, in selbstbewusster Abgrenzung vom mächtigen Klerus. In der Dr. Julius-Leber-Straße stehen heute zahlreiche Häuser unter Denkmalschutz. Bei dem sanierten Gebäude handelt es sich um ein sogenanntes Traufenhaus. Bei dieser Bauweise steht die Dachtraufe parallel zur Straße. Das Erscheinungsbild des Hauses ist von der in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts erfolgten Überbauung geprägt, tatsächlich lassen sich einzelne Brandwände bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Das Haus war vor der Sanierung stark vernachlässigt und drohte zu verfallen. Jetzt konnten die Fassade mit den aufwändig gestalteten Zopfstilformen denkmalgerecht saniert werden.